Das älteste philosophische Werk der chinesischen Tradition.

Die Weisheit des Yijing

Wer sich selber kennt, folgt dem, was ihm gegeben ist

Erfolg und Anerkennung als Zeichen höherer Übereinstimmung



Sechs Zeichen mit dem Motto Fortschritt, Erfolg, Gewinn, Besitz und Macht, in denen es eindeutige Bewegung hin zum Du, zum andern und nach vorn gibt. Alle zusammen sind sie vorausweisend, zukunftsgerichtet und auch zukunftsträchtig. Zudem zutiefst die eigene, angelegte Natur und den Hintergrund der Einbindung in die „elterliche Essenz“ und der Ahnenlinie aufzeigend. Talente, Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Visionen, Einblick und Überblick, Verantwortung und Befugnisse, all das sind Themen, die darin zu finden sind. Ihr dynamischer Ausdruck ist abhängig von der individuellen Basis, weshalb uns unser Bemühen um Anerken- nung sehr oft als anstrengend und kraftraubend erscheint.

Wie der Begriff schon sagt: „Anerkennung beruht auf der Kennung“, der Kenntnis der Qualitäten der eigenen Person, was das Be- kenntnis zu sich selbst voraussetzt. „Erfolg folgt der Vorgabe“, so könnte man es auch benennen, der Gabe, die schon zuvor gegeben wurde. Auch das Vorbildsein beruht auf dem Abbild dessen, was man bereits ist. Es darf herauskristallisiert werden und dazu ist die Karriere, die Laufbahn, auf der wir uns durchs Leben bewegen, gut geeignet, denn Erfolg ist nichts anderes als das Folgen der Spur des Möglichen, die in uns selber gelegt ist.

EINHEIT 1: ANERKENNUNG FINDEN UND BESTÄTIGUNG BEKOMMEN


Hexagramm 35 – Der Fortschritt

Von den Aufstiegsmöglichkeiten und dem Vorankommen, den Anforderungen und der Vorbildfunktion

Der Fortschritt wird im Yi Jing durch den linear-progressiven Aufstieg der Sonne aus dem Talgrund des frühen Morgens bis zum Zenit am Mittag beschrieben. Dabei folgt sie einer imaginären, geheimnisvollen Bahn, die sie verlässlich und zugleich dem natürlichen Wandel unterworfen, dem Ziel zuführt: „Das Leben zur Blüte zu bringen“. Fortschritt ist also eine zeitkonforme Bewegung, die festen Regeln unterliegt. Was zum Fortschritt, zum Hervortreten und Aufscheinen gebracht werden soll, ist das, was durch das Lebende zum Ausdruck kommen soll: das Individuelle des Einzelnen, eingebunden in das Kollektive eines Ganzen. Man kommt voran durch das, was durch das Schöpferische in uns selbst in Zeit bestimmt ist. Kommen wir ihm auf die Spur, dann verstehen wir, das Voran- kommen und die Gewissheit der Richtigkeit der Dinge, wie sie sind, auf einer Medaille zuhause sind.

Der Weg der Wandlung:

• Sich nicht in den Umständen verbeißen • Stetig der Bahn des Möglichen folgen • Neue Ufer der Erkenntnis anstreben
• Keine geheimen Absichten verfolgen

• Das Erreichte glaubhaft vertreten Hexagramm 46 – Das Empordringen

Von der Karriere und dem Fleiß, den Talenten und der Gunst der Umstände

Die Karriere des Menschen, also sein Wachsen und Bestätigungfinden, folgt dem Streben des Lebenslichtes nach Aufscheinen. Auch hier finden wir die „Leiter des Erfolges“ als eine festgefügte Bahn des Möglichen, denn Karriere bedeutet soviel wie die persönliche Fahrstraße oder Schiene des Menschen, auf die er vom Himmel der Bestimmung gesetzt wurde, und der er unbewusst folgt, mit allen Kurven, gleichgültig ob als Aufstieg oder als Abstieg wahrgenommen. Hexagramm 46 ist ganz allgemein gesagt das Zeichen für Wachstum und Entwicklung und behandelt das Aufwachsen und Großwerden. Es betrachtet das Leben als Geschenk des Himmels und daraus folgend den Aufstieg als ganz natürlichen Prozess, der allerdings durch charakterspezifische Ich-Neigungen sehr persön- liche Züge trägt und dadurch zu einem „weltbewegenden Thema“ wird.

Der Weg der Wandlung:

• Anderen entgegenkommen, um die eigene Bestimmung zu erfüllen • Fähigkeiten ungekünstelt zum Ausdruck bringen
• Den wahrhaftigen Beweggründen treu bleiben
• Im Sinne menschheitsdienlicher Ziele handeln

• Die Grenzen des Möglichen erkennen


EINHEIT 2: ERFÜLLUNG ERLANGEN UND BEREICHERUNG ERFAHREN Hexagramm 55 – Die Fülle


Vom Gipfel des Erfolgs, dem Mehr-als-Genug, dem Überfluss und der Glaubwürdigkeit

Dem geradlinigen aber hart erarbeiteten Erfolg von der Pike auf folgt nun das füllige Mehr-als-Genug, das die Idee des großen Ernte- dankfestes beinhaltet, der Freude am erreichten Optimum. Menschliches Format sollte einem zu eigen sein und nur reifen Menschen gelingt es, diesen Gipfelpunkt der Elektrizität zu nutzen, denn hinter der Fülle lauert die Auflösung, so dass auch die Schattenseiten ans Licht kommen. Es zeigt sich sozusagen die Anforderung an das persönliche Wachstum, den Zuwachs an Wesensfülle als Voraussetzung immer wiederkehrender gewinnträchtiger Zeiten. Nun rät das Yi Jing, das Ich solle nicht phobischen Katastrophenahnungen verfallen (Offermann), denn die minderwertige Kehrseite der Fülle ist eine folgerichtige Konsequenz der Wachstumsbestrebungen und muss mit der Leistung des Sorgens und der Suche nach dem, was einen im Leben wirklich nährt, abgegolten werden. Expansion ist fehl am Platz und gerade dies könnte in einer solchen Gipfelsituation dem Betroffenen zum bitteren Kelch werden.

Der Weg der Wandlung:

• Günstige Zeitpunkte nutzen
• Auf die Kraft der guten Gesinnung bauen
• Auch Erschütterungen sind als Bereicherung zu verstehen • Aktivitäten mit Weisheit verbinden
• Die Unterstützung fähiger Helfer suchen
• Den wahren Gegebenheiten ins Auge schauen

Hexagramm 42 – Die Mehrung

Vom Zugewinn durch Investition und dem Profit, der Vertrauenswürdigkeit und den Visionen

Mehrung ist sowohl etwas, das einem zuteil wird, als auch eine Investition in eine als lohnend gesehene Sache oder eine Eigenschaft. Man sieht es als profitabel an im Sinne von Gewinn, der im besten Falle einen zweiseitigen Zuwachs bedeutet. Derjenige, der gegeben hat, bekommt etwas zurück, weil seine getätigte Investition einen Gewinn abgeworfen hat. Wir kennen es unter dem Begriff der Ver- zinsung, die allerdings eine vielschichtige Bedeutung hat. „Man erhält entsprechend dem, wie man gegeben hat“, und hier ist die darin verborgene „Ehrung“ ein Hinweis auf das wahre Verständnis von Mehrung. Man wird gemehrt in dem, was man selbst verehrt. Was also jemand als verehrungswürdig und bereichernd erachtet, das hängt von seinem persönlichen Hintergrund ab. Im Zeichen selbst wird deutlich, dass Investition tatsächlich eine Sache des Herzens ist und je nach dem von welchem Bewusstseinsgeist es durchdrungen ist, wird die Absicht sein. Als bereichernd hält man deshalb das, von dem man glaubt, dass es in einem selbst noch anzureichern sei.

Der Weg der Wandlung:

• Bei allen Initiativen von selbstsüchtigen Motiven frei bleiben
• Hingebend und beständig sein, in dem was und wie man es tut • Weitergehen und der Führung des Herzens vertrauen
• Verdienste nicht egoistisch horten
• Wahrhaftigkeit ist der Schlüssel zur Mehrung
• Raffgier ist das Tor zum Niedergang


EINHEIT 3: VERANTWORTUNG TRAGEN UND KOMPETENZ BESITZEN Hexagramm 14 – Der Besitz von Großem


Von Reichtum, Besitz und der Souveränität, dem Einblick und dem Überblick

Zum einen ist der große Besitz natürlich das Ergebnis erfolgreicher Investitionen, sozusagen der opulente Gewinn, der sich in Gütern und Haben ausdrückt. Vor allem aber verweist der Besitz von Großem auf ein in Wirkung gesetztes Intelligenzvermögen, das die Zu- sammenhänge reif und übergeordnet versteht. Einblick in das Wesentliche und Überblick über das Vorhandene sind Attribute dieser charismatischen Kraft. Doch hier beginnt die große Verantwortung, der man sich, mit solcherlei Schätzen ausgestattet, bewusst sein muss, denn zum gewaltsamen Angriff gegen die zu Belehrenden oder Anzuleitenden überzugehen, oder gar der Selbstsucht das Wort zu reden, das entzündet die Leidenschaften und hat mit souveräner Überzeugungskraft nichts zu tun. Groß ist die Gefahr, in dieser erhabenen Situation der Eitelkeit zu verfallen und ganz allmählich zu verfetten, satt und träge zu werden. Ein Beleuchter der himmlische Bühne auf der Erde zu sein, ist keine leichte Aufgabe und fordert dazu auf, Wesen und Sinn in allem Tun für andere transparent werden zu lassen. „Vermögen ist der sichtbar gewordene Ausdruck von etwas, das man in sich selber mag“.


Der Weg der Wandlung:

• Sich selbst der höchsten Erkenntnis „opfern“
• In seinem Wesen bescheiden und zugleich begeistern bleiben • Seine Fähigkeiten zugunsten der Gemeinschaft einsetzen
• Ungestüme Kräfte zähmen
• Umsichtig sein und seinem starken Leitbild treu bleiben

Hexagramm 34 – Die große Macht

Von Macht, Einfluss und der inneren Größe, der Verantwortung und den Befugnissen

Sehr interessant zu sehen ist, dass sich Macht hauptsächlich aus dem Begriff der acht zusammensetzt, was bedeutet, dass man bei all seinen Handlungen die große Ordnung nicht aus dem Sinn verlieren darf. Diese bezieht sich nämlich auf die zweimal acht Aspekte der früh- und der späthimmlischen Ordnung, durch die sich Geist- und Materiewelt in harmonischem Zusammenspiel of- fenbaren. Man könnte es als Sinnbild für Gerechtigkeit und Korrektheit bezeichnen, denn es wird durch sie das Werden und das Vergehen verdeutlicht. Insofern würde Machthaben bedeuten, dass man stets die „große Acht“ als Wegweiser zur Lebensführung und Lebenshandhabung vor Augen hat. Große Macht ist große Kraft und sie hat ihre Heimat in der „Yang-Wurzel“ des Herzens, ist also Motor des Vorgehens in allen Bereichen. Deshalb ist Bewusstheit in Bezug auf Einsatz dieser starken Kraft gefordert, damit man nicht in einem bloßen „Sich-behaupten-Wollen“ stecken bleibt, sondern den Ich-Willen in Einklang mit den sozialen Maßstäben bringt. Verantwortung ist das Thema und diese fordert Antworten, die man in sich selbst gefunden hat.

Der Weg der Wandlung:

• Sich selbst der höchsten Erkenntnis „opfern“
• In seinem Wesen bescheiden und zugleich begeisternd bleiben • Seine Fähigkeiten zugunsten der Gemeinschaft einsetzen
• Ungestüme Kräfte zähmen
• Umsichtig sein und seinem starken Leitbild treu bleiben


Ausführlichere Informationen finden Sie HIER in der Broschüre.


Herbstseminarreihe

WIE WIR WERDEN, WAS WIR SIND

Tu Na oder die innere Alchimie des Yi Jing

Der Kreislauf der Energie im Bild der Zwölf Kalenderhexagramme


Das Tu Na – Einatmen und Ausatmen – basiert auf dem Nei Jing Tu, der Tafel des inneren Gewebes, welche die Basis der daoistischen, inneren Alchimie und damit der Meditiationspraktik der „Öffnung des geheimnisvollen Pfades“ darstellt. Die- se Tafel, die im weißen Wolkentempel in Beijing aufbewahrt wird, ist eine symbolische Darstellung des menschlichen Kör- pers und seiner geistigen Innenwelt. Sie nimmt Bezug auf die „Große Lehre des Goldelixiers, also der stetigen Umwandlung von triebhafter Essenz in das feine Elixier des höchsten Verstehens – Der Öffnung der Goldenen Blüte der Unsterblichkeit.

Im Qi Gong ist die damit verbundene Praktik auch bekannt als der „Kleine himmlische Energie-Kreislauf“. Zwölf Haupt- zentren der Transformation sind dort genannt und diese korrespondieren mit den zwölf Kalender- oder Gezeitenhe- xagrammen des Yi Jing. Sie zeigen die Umwandlung der veranlagten Essenz als aufsteigende und absteigende Kraft und dem damit verbundenen psychisch/geistigen Hintergrund. Man könnte diese zwölf Zentren auch als kleine Chemiela- bore der Transformation von ursprünglicher Lebenskraft in verfeinertes Bewusstsein bezeichnen, weshalb sie auch die Zwölf psychischen Zentren genannt werden.

Basierend auf den drei Schätzen des Dao – Vitalität, Energie und belebender Geist, widmet sich das Seminar ganz dem alten Wissen über das Prinzip der “Essenz“, dem veranlagten Same der Elternschaft sowie dessen stufenweise Transformation bis zum Elixier der individuellen Persönlichkeit. Diese Abfolge wird auf der theoretischen Seite erklärt durch die auf- und absteigenden Kräfte der zwölf Kalender- oder Gezeiten-Hexagramme des Yi Jing und auf der Ebene der Selbsterfahrung, durch die Meditationspraktik der „Öffnung des geheimnisvollen Pfades“, entlang dem die zwölf Zentren der psychischen Existenz liegen. Das Ergebnis der Übung und der klaren Kenntnis der inneren Zusammenhänge sind „Gesundheit, Langlebigkeit und stabile Wahrnehmung“.

Der Kurs setzt sich aus drei Hauptelementen zusammen, die das Wirken der psychischen Kraft von der essentiellen Quelle – der Same von Vater und Mutter – bis zur Verwirklichung der individuellen Natur durch Entwicklung deutlich macht:

  • ·  Theorie: Die Zwölf Psychischen Zentren und die Hexagrammze des Yi Jing

  • ·  Neidan: Die Meditationspraktik der „Öffnung des geheimnisvollen Pfades“

  • ·  Weidan: Die täglichen Übungen des „Tiger und Drachen-Taiji“ (die zwölf Kalenderhexagramme in Bewegung)

    Eine Beleuchtung und eine gleichzeitige Tiefenerfahrung der psychischen Schaltstellen von ganz besonderem Wert. Theorie und Praxis der dynamischen Meditation des Lichtkreislaufes – die Öffnung der goldenen Blüte. In der Verbin- dung mit dem Yin-/Yang-Prinzip der Kalenderhexagramme des Yi Jing ist dieser Kurs ein wahrer Schatz der Offenbarung innerer Wandlungsprozesse. Besonders für Übende und Lehrende des Qi Gong aber auch für Menschen, die in heilenden und helfenden Berufen arbeiten, eine einzigartige Bereicherung.

Ausführlichere Informationen finden Sie HIER in der Broschüre.






Kursdaten

Einheit 1: 23.–24. Juni 2018 
Einheit 2: 08.–09. September 2018 
Einheit 3: 03.–04. November 2018 
Herbstseminar: 15.– 21. September 2018


Kurszeiten

Entnehmen Sie bitte HIER aus der Broschüre.
Broschüre zur Herbstseminarreihe finden Sie HIER.


Kursbeitrag

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Kursleitung

Herr Rene van Osten 


Kontakt

Anmeldung unbedingt unter anja.rosenberger@zhandao.de erforderlich!
Mehr Info: www.zhandao.de